3rd European Conference on the Future

Steuerung, Zielsetzungen und Möglichkeiten von FIWARE als Leitthemen der Sessions.

Am 4.-7. November fand die European Conference on the Future Internet in Hamburg statt. Über drei Tage war die Stadt Gastgeber und wurde zum Mittelpunkt des europäischen Entrepreneurships. Die internationale Konferenz bot ein abwechslungsreiches und informatives Programm und brachte die Stakeholder in der Diskussion der aktuellen Themen rund um das Thema Future Internet zusammen.

Die feierliche Eröffnung war bereits mit eindrucksvollen Speakern besetzt: Dr. Rolf Bösinger (State Council – business and innovation), Dan O’Connor, President (Power Diversity, LLC), Richard Stevens, Research Director (IDC), and Jesus Villasante, Head of Unit (European Commission, DG Connect). Mit ihren unterschiedlichen Blickwinkeln aus Wirtschaft und Politik brachten sie die Teilnehmer in Stimmung für die eindrucksvolle Konferenz, die unter dem Thema FIWARE Accelerator Programme stand.

Die FIWARE-Plattform ist eine von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im »Future Internet Public Private Partnership« (FIPPP) der Europäischen Union entwickelten Infrastruktur-Lösung für die kostengünstige Entwicklung digitaler Applikationen. Diese Cloud-basierte Technologie ermöglicht die einfache Entwicklung und Bereitstellung von modernen Internet-Apps. FIWARE Accelerator – ein Netzwerk europäischer Organisationen – unterstützt und finanziert nach Auswahl die talentiertesten Teams und Geschäftsideen mit FIWARE-Technologie.

Ca. 700 internationale Gäste, 200 Start-Ups sowie Delegationen aus Europa, USA, Mexico, Kanada, Chile und Brasilien trafen auf Entwickler, die FIWARE community, Wissenschaftler, Venture Capitalists, Business Angels und Aussteller. Sie alle garantierten einen intensiven und konstruktiven Austausch von Informationen und Erfahrungen.









Die einzelnen Sessions waren vielfältig – ein ungewöhnliches Format bot The Capial Pitch: Business Angels und Venture Capital Funds stellten ihre Portfolios und Expertise vor und präsentierten sich auf der Bühne: Robert Koening, VC Ventures GmbH, Thierry Baujard, Founder und CEO von peacefulfish – consultancy for financing the creative industries, Mert Altindağ, Cloud Ararat, und Anastasios Stilianidis, Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsmanagement Universität Stuttgart, standen den Start-ups Rede und Antwort.

The Future of IoT Plattforms is Open Source – unter diesem Motto standen die Präsentationen des Konsortiums Smart Orchestra, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur Förderung auserwählt hatte. Dr. Walter Mattauch (Senior Consulting Scientist, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und Marco Maas (Founder, OpenDaNewdataCity) referierten über das Ziel von Smart Orchestra: Der Aufbau einer offenen und standardisierten Service-Plattform, die die Öffnung und Nutzbarmachung verwaltungs- und wirtschaftsnaher Dienste vorsieht, um sie nach dem Vorbild eines vertrauenswürdigen Marktplatzes gestalten, anbieten und vermarkten zu können.

Städte als Wachstumsmotoren und Wohlstand der Bewohner durch Innovationen: In einer weiteren Session wurde die Open and Agil Smart Cities-Initiative vorgestellt (OASC – Marketplace on Smart Metropolitan Solutions for cities with FIWARE). Die Initiative bringt Anbieter (Web-Entrepreneurs) und Abnehmer (Bürgermeister, Architekten, Stadtplaner ect.) zusammen. Der Austausch von Informationen soll die Entwicklung von Smart City Applikationen und Lösungen und die Durchführung von Pilotprojekten fördern. Bereits 31 Städte weltweit sind der OASC-Initiative beigetreten.

Neben den einzelnen Sessions hatten die Teilnehmer auch die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Die Award Ceremony, in der die besten Ideen junger Startups honoriert wurde, brachte die Konferenz zu einem erfolgreichen Abschluss. Das StartUp Look Local GmbH aus Hamburg gewann den ersten Preis des SpeedUP Europe Accelerators der EU, der mit 200.000 Euro dotiert war. Das Jungunternehmen setzte sich gegen 100 europäische Startups durch und konnte die Jury durch ein solides Geschäftsmodell überzeugen, das den lokalen Modehandel in die Digitalisierung begleitet.